Zu meiner Person

  • Fachkrankenschwester für Palliativpflege (Palliative Care)
  • Schmerzexpertin (pain nurse)
  • Trauerbegleiterin (Institut für Trauerarbeit Hamburg)
  • Verfahrenspflegerin nach dem Werdenfelser Weg
  • Verfahrensbeiständin nach dem Werdenfelser Weg
  • Referentin und Dozentin

Den Beruf zur Krankenschwester erlernte ich im Diakoniekrankenhaus Schwäbisch Hall. In der Tropenklinik Tübingen (Paul-Lechler-Krankenhaus) erlebte ich neben der Tropenmedizin vor allem eine hervorragende Palliativmedizin und Palliativpflege, die Anfang der 90er Jahre in deutschen Kliniken noch die Ausnahme war. Die palliative Pflege würdevoll am einzelnen Menschen orientiert, gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten zu gestalten, war hier wirklich möglich. Das damals neu ins Leben gerufene „Tübinger Projekt“ war einer der ersten palliativen Pflegedienste Deutschlands, der Schwerstkranke und Sterbende professionell zuhause betreute. Die Jahre dort waren wegweisend für mein Leben und das Erlebte und Gelernte hat mich nie mehr losgelassen.

Um auch ganz anderes kennen zu lernen arbeitete ich etliche Jahre im Intensiv-Bereich und in der Dialyse. Dort versorgte ich die akut schwerst und chronisch kranken Menschen mitten in einer hochtechnisierten Apparatemedizin. Die Technik war einerseits faszinierend, jedoch verschwanden die Lebensgeschichten und Wünsche der Menschen oft hinter den vielen Maschinen, Kabeln, Anschlüssen und zum Teil unzähligen Infusionen zwischen Dauergepiepse und sterilem Neonlicht.

Nach dieser Zeit zog es mich wieder sehr stark zur Palliativpflege zurück und ich arbeitete 10 Jahren auf einer Onkologie mit palliativer Versorgung einer Fachklinik. Ständig Patienten jeglichen Alters von der Diagnosestellung über die Therapiezeit und leider oft bis zum Sterben zu begleiten, nicht selten mit erheblichem zeitlichen Druck, war ein täglicher Spagat unter dem viele Pflegefachkräfte, genauso wie ich, in ganz Deutschland leiden. Trotz schwierigen Bedingungen habe ich in diesen Jahren gelernt, worauf es im Leben ankommt und was völlig bedeutungslos ist. Die vielen Sterbenden zeigten mir, wie kostbar und zerbrechlich das Leben ist und ich hatte das Privileg sie begleiten zu dürfen.

Meine Ausbildung zur Trauerbegleiterin beim Institut für Trauerarbeit Hamburg war tief und bewegend. Ich absolvierte sie nebenberuflich über 2 Jahre.

Verfahrenspflegerin nach dem Werdenfelser Weg bin ich seit 2012. Hier setze ich meine beruflichen Kenntnisse bei der Reduzierung freiheitsentziehender Maßnahmen ein. Sämtliche körpernahe Fixierungen, medikamentöse Sedierungen und geschlossene Unterbringungen werden bei dieser Arbeit sensibel hinterfragt und nach Möglichkeit durch mildere Maßnahmen ersetzt. Mit unterschiedlichen Betreuungsgerichten, die mich für einzelne Betreuungssachen per richterlichem Beschluss bestellen, bin ich sehr regelmäßig zu persönlichen Anhörungen in den verschiedensten Pflegeeinrichtungen und Psychiatrien unterwegs.

Seit Herbst 2017 müssen freiheitsentziehende Maßnahmen auch für Kinder und Jugendliche neben der Einwilligung der Sorgeberechtigten noch vom zuständigen Familiengericht überprüft und die Einwilligung der Eltern zusätzlich richterlich genehmigt werden. Für dieses neu entstandene Gebiet habe ich mich als Verfahrensbeiständin ausbilden lassen, da sich die Gesetzeslage etwas anders als bei den Erwachsenen verhält. Spezialisiert bin ich hier auf Kinder und Jugendliche mit körperlichen und geistigen ausgeprägten Einschränkungen und schwerkranke und sterbende Kinder und Jugendliche.

Als Referentin und Dozentin habe ich verschiedenste Schwerpunkte. Bei Schulungen und Workshops sensibilisiere ich Pflegefachkräfte und Auszubildende zu meinen  beruflichen Themen. Für Firmen halte ich Vorträge der besonderen Art zu den Kernfragen des Lebens. Für Volkshochschulen, Frauenfrühstückstreffen, Gemeinden, Männertreffs und Vereine halte ich lebensnahe und authentische Vorträge mit Themen, die jeden betreffen. Ebenso setze ich mich bei Podiumsdiskussionen und Seminaren für eine umfassende flächendeckende Palliativpflege und würdevolle Versorgung schwerst kranker und beeinträchtigter Menschen ein. In der Öffentlichkeit thematisiere ich die äußerst angespannten Bedingungen für Pflegekräfte und zu Pflegenden in Deutschland.