Trauerbegleitung

20180213_132720Als ausgebildete Trauerbegleiterin (Institut für Trauerarbeit Hamburg) schule und sensibilisiere ich Pflegefachkräfte, Pflegehelfer, Auszubildende, Hospizmitarbeiter, Betroffene und Interessierte zum Thema Trauer und vermittle Trauernde an bestehende Trauergruppen.

Der sensible Umgang mit dem trauernden Menschen in seiner neuen Lebenssituation steht immer im Vordergrund.

Unsere Gesellschaft verdrängt Trauer, sie wird einfach übergangen, totgeschwiegen und Trauernde werden auch oft gemieden. Wir haben es verlernt mit dem Tod und der Trauer umzugehen, wissen nicht mehr, wie man mit einem Trauernden umgeht, wie wir ihm begegnen können. Es wird erwartet, dass Menschen, die den Lebenspartner oder ein Kind verloren haben, nach wenigen Wochen wieder am Arbeitsplatz erscheinen und so tun als sei nichts gewesen. Nur wer selber Trauer am eigenen Leib erfahren hat, kennt die Dimension, die Dynamik und die Wellen der Trauer. Trauer vergeht nicht und hört auch nicht auf, sie verändert sich im Lauf der Zeit.

Auch der Verlust einer Freundschaft oder einer Liebesbeziehung kann einen Menschen in tiefe Trauer stürzen, ebenso wie das Wissen um eine schwere Diagnose oder den Verlust des Arbeitsplatzes. Auch Abschiede von Lebensabschnitten, Scheidungen oder eine Ehe die kinderlos bleibt, lösen oft tiefe Trauerprozesse aus.

Für Trauernde braucht es Menschen, die zuhören, die einfach da sind und mit aushalten und mit schweigen können. Allgemeine Patentrezepte und Ratschläge für Trauernde  gibt es nicht. Trauer ist ein individuelles Erleben und Aushalten, das begleitet werden sollte. Niemand hat das Recht Trauer zu bewerten, weder in der Art, noch in der Intensität, noch in der Zeit.